Die Drittelregel
- Tobias

- 16. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Jan.
Warum sie deine Fotos sofort besser macht
Die Drittelregel gehört zu den bekanntesten Gestaltungsprinzipien in der Fotografie, bzw. Bildgestaltung – und das aus gutem Grund.
Sie ist leicht zu verstehen, schnell anzuwenden und sorgt fast automatisch für harmonischere und spannendere Bildkompositionen.
Doch was steckt eigentlich dahinter, und wie nutzt du sie sinnvoll?
Was ist die Drittelregel?
Stell dir vor, du teilst dein Bild gedanklich in neun gleich große Rechtecke – zwei horizontale und zwei vertikale Linien. Diese Linien bilden vier Schnittpunkte. Genau an diesen Linien, platzierst du die wichtigsten Elemente deines Motivs.
(Ich kenne keine moderne Kamera die dieses Raster nicht einblenden kann)
Warum das funktioniert:
Menschen empfinden Bilder als besonders ausgewogen, wenn das Hauptmotiv leicht aus der Mitte geschoben ist. Die Drittelregel nutzt dieses natürliche Sehgefühl.
Warum die Drittelregel so gut funktioniert
Mehr Spannung: Durch die Verschiebung entsteht Dynamik. Ein Motiv in der Mitte wirkt oft statischer.
Natürlichere Bildwirkung: Unsere Augen wandern automatisch zu den Schnittpunkten – du führst damit den Blick also bewusst.
Bessere Balance: Vordergrund, Hintergrund und das Motiv lassen sich so harmonischer anordnen.
Universell einsetzbar: Landschaft, Porträt, Street, Food – die Regel funktioniert überall nur anders.
Wie du die Drittelregel in der Praxis anwendest
1. Horizont richtig setzen
Bei Landschaften:
Spannender Vordergrund → Horizont auf die obere Drittellinie

Spannender Himmel → Horizont auf die untere Drittellinie

2. Hauptmotiv auf einen Schnittpunkt legen
Bei Porträts bietet es sich an, die Augen auf einer der oberen Schnittpunkte zu platzieren. Das wirkt sofort professioneller.

3. Bewegungsrichtung berücksichtigen
Wenn sich dein Motiv bewegt oder in eine Richtung schaut, gib ihm „Raum“ in diese Richtung – also mehr Platz im Bild. Ich nenne das auch Nasenraum.

4. Raster im Smartphone oder in der Kamera aktivieren
Fast jede Kamera bietet ein Gitternetz. Einschalten, und du hast die Drittelregel immer vor Augen.
Wann du die Drittelregel brechen darfst
Regeln sind großartig. Wichtig wird hier auch die Frage, wann darf ich die Regel brechen?
Die Drittelregel ist ein Werkzeug, kein Gesetz. Manchmal wirkt ein zentriertes Motiv stärker, etwa bei Symmetrien, Architektur und minimalistischen Kompositionen. Ausschlaggebend ist, dass du es Bewusst tust und nicht zufällig.
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