Kaufentscheidung: Vergleich Panasonic Lumix S100mm f2.8 Macro vs. Sigma Art 105mm F2.8 Macro
- Tobias

- vor 6 Tagen
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Nach dem ich 2024 mit dem Systemwechsel zum L-Mount begonnen habe stand ich vor einigen Entscheidungen. Eine der größten war hier die Suche nach einem Makro Objektiv für den L-Mount, mit dem ich soviel wie möglich abdecken kann.
Ganz nach dem Motto: Reduktion auf das Wesentliche.
Ich wollte weg von meiner alten Sammlung von Spezialisierten Linsen für jeden Einzelfall. Die meisten lagen einfach nur ewig in der Schublade zuhause.
Also habe ich mich gefragt: Was macht für eine Hochzeitsreportage, für mich, den meisten Sinn?
Wenn du schonmal 10 Stunden an einem Tag mit zwei Kameras an dir hängend rumgelaufen bist, wird dein Rücken mir bestimmt auch zustimmen wenn ich sage, manchmal ist weniger mehr.
Im Privaten mache ich hin und wieder eine Makroaufnahme, aber auch eher aus einer gelegenheit und weniger geplant.
Ich hatte früher ein 28-75mm und ein 70-180mm mit Blende f2.8. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich mit diesen beiden Zooms auf je einer Kamera angefangen habe "faul" zu werden. Ich konnte sehr viel fotografieren ohne mich von der Stelle zu bewegen.
Und genau davon wollte ich wieder weg kommen. Die Flexibilität des Zooms ist zwar praktisch und man ist für jede Situation sofot gewappnetm doch habe ich dadurch aufgehört mich selbst zu bewegen um einen anderen Blickwinkel zu probieren. Und gerade davon lebt eine Reportage meiner Meinung.
Es soll nicht heißen, dass Zooms schlecht wären, ich habe nur gemerkt das sie mir bei meiner Kreativen Arbeit behindert.
Deshalb habe ich mich bei dem Systemwechsel von Sony zu Panasonic dazu entschieden wieder mehr auf Festbrennweiten (Primes) zu setzen.
Jetzt zum eigentlichen Thema:
Hier ein Vergleich der beiden Objektive
Vergleich Panasonic Lumix S100mm f2.8 Macro vs. Sigma Art 105mm F2.8 Macro
Merkmale | Lumix S 100mm f2.8 Macro | Sigma 105mm f2.8 DG DN Macro Art |
Brennweite | 100mm | 105mm |
Lichtstärke | f2.8 | f2.8 |
Abbildungsmaßstab | 1:1 | 1:1 |
Gewicht | ca. 300 g | ca. 700g |
Länge | 8,2 cm | 13,5 cm |
Autofokus | sehr schnell und leise | gut, aber etwas langsamer |
Bildstabilisator | - | - |
Preis (grober Wert) | ca. 999 € | ca. 879 € |
Filtergewinde | 67 mm | 62 mm |
Ich habe mir nicht beide Objektive zum testen gekauft, daher musste ich mich hier auf Reviews und Berichte verlassen.
Im groben heißt es hier, dass das Sigma ein "schöneres" Bokeh haben soll.
Im Bereich der Schärfe ist mir hier kein merklicher Unterschied aufgefallen. Aber hier haben Makro-Objektive auch seltener Probleme.
Es ist für mich ein allrounder. Ich kann damit Detailaufnahmen machen und zugleich auch Portraits. Die Blende von 2.8 wird oft unterschätzt. Man muss hier aber auch die Wirkung der Brennweite berücksichtigen.
Bei höheren Brennweiten wirkt die Freistellung stärker als bei z. B. einem 35mm Objektiv.
Die endgültige Entscheidung war für mich aber durch ein Argument schnell gefunden.
Was habe ich am Ende öfters in meiner Tasche?
Und das ist nicht schwer zu beantworten.
Das Sigma wiegt mehr als das doppelte und ist auch noch fünf Zentimeter länger.
Der größere Filterdurchmesser kam mir hier auch gelegen (auch wenn größere Filter teurer sind als kleine). Ich habe bereits einige Objektive mit 67mm Filterdurchmesser. Also kann ich hier meistens den gleichen Filter nutzen und brauche keine Zwischenringe oder verschiedene größen.
-> Also wenn ich meine Tasche packe, habe ich das kompakte Lumix Objektiv eher dabei als das größere und schwerere Sigma. - Wie in meinem ersten Blogeintrag geschrieben, gilt stets die Regel: Die beste Kamera ist die, die du dabei hast.

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