Meine Arbeit als Hochzeitsfotograf
- Tobias

- vor 7 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Viele Paare heiraten zum ersten Mal und kennen den Ablauf oft nur von anderen Hochzeiten. Deshalb möchte ich euch hier ein wenig näherbringen, wie ich als Fotograf arbeite und worauf es mir ankommt.
Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass nicht jeder Fotograf, der gute Bilder macht, automatisch zu euch passt. Für mich zählt vor allem, ob es menschlich harmoniert. Schließlich sollen sich alle Beteiligten wohlfühlen. Ihr verbringt unter Umständen den ganzen Tag mit eurem Hochzeitsfotografen – da ist ein gutes Miteinander enorm wertvoll.
Im Idealfall entsteht sogar eine Art „Kumpelbasis“ im Umgang miteinander. Das sorgt dafür, dass ihr euch beim Fotografiert werden entspannter fühlt und die Bilder natürlicher wirken.
Natürlich sollte euch auch der Bildstil des Fotografen oder der Fotografin zusagen.
Jetzt kommen wir zum Ablauf:
Erster Kontakt: Die Anfrage
Bei der ersten Anfrage ist es hilfreich, wenn ihr mir bereits ein paar grundlegende Informationen mitgebt. Wichtig für mich sind:
Wer heiratet?
Wann wird geheiratet?
Wo wird geheiratet?
Wie wird geheiratet?
Was soll begleitet werden?
Wie lange soll ich dabei sein?
Wer Heiratet?
Damit meine ich einfach eure Namen – Braut und Bräutigam. Das klappt in der Regel problemlos.
Wann wird geheiratet?
Das ist selbsterklärend: Ich muss mir den Tag für euch freihalten. Wenn das genaue Datum noch nicht feststeht, reicht zunächst eine grobe Einschätzung. Das konkrete Datum sollte dann so früh wie möglich nachgereicht werden.
→ Ohne Datum kann ich euch leider keine verbindliche Zusage geben.
Wo wird geheiratet?
Falls die Location noch nicht feststeht, genügt mir zunächst eine grobe Ortsangabe. So kann ich einschätzen, wohin ich fahren muss und wie viel Zeit ich dafür einplanen sollte.
Wie wird geheiratet?
Handelt es sich um eine standesamtliche, kirchliche oder freie Trauung?Diese Information ist für mich organisatorisch hilfreich, hat aber keine Auswirkungen auf euch oder meine Zusage.
Was soll begleitet werden?
Daraus ergibt sich, ab wann und wie lange ich anwesend sein sollte.
Beispiele:
Soll das Getting Ready fotografiert werden?
Gibt es ein First Look Shooting?
Soll der Hochzeitstanz festgehalten werden?
Und vieles mehr.
Wie lange soll ich da sein?
Das ist eine der wichtigsten Angaben, damit ich euch eine realistische Preiseinschätzung geben kann.
→ Genau diese Info fehlt tatsächlich immer wieder.
Erstes Gespräch:

Beim ersten Gespräch könnt ihr mir all eure Fragen stellen – und natürlich habe auch ich ein paar Fragen an euch. Außerdem gebe ich euch gerne Tipps und Denkanstöße zum Ablauf eurer Hochzeit, damit ihr bestmöglich planen könnt.
In diesem Gespräch klären wir bereits die meisten wichtigen Punkte.
Im Anschluss bereite ich euren Vertrag vor und sende ihn euch zu.
Sobald die Anzahlung bei mir eingegangen ist, ist euer Hochzeitstag verbindlich für euch reserviert.
Und selbstverständlich bleiben wir auch danach weiterhin in Kontakt.
Kurz vor eurem großen Tag:
Spätestens einen Monat vor eurer Hochzeit melde ich mich noch einmal bei euch und frage nach, ob es Änderungen gibt oder wie der aktuelle Stand der Planung aussieht.
Damit ich auf keinen Fall zu spät komme, plane ich immer einen großzügigen Zeitpuffer ein. So bin ich in der Regel mindestens eine halbe Stunde vor Beginn vor Ort.
In dieser Zeit suche ich den Standesbeamten oder die Standesbeamtin, den Pfarrer oder die Traurednerin bzw. den Trauredner auf, um mich vorzustellen und den Ablauf kurz abzustimmen.
Das Gleiche mache ich auch mit anderen Dienstleistern, zum Beispiel Sängerinnen oder Sängern.
Während des gesamten Tages versuche ich, mich möglichst unauffällig zu verhalten und wie ein Teil der Hochzeitsgesellschaft zu wirken. So nehmen mich die Gäste nicht mehr als Fotograf wahr und können sich entspannter bewegen – was sich natürlich positiv auf die Fotos auswirkt.
Ich freue mich darauf, euren besonderen Tag begleiten zu dürfen und gemeinsam mit euch Erinnerungen zu schaffen, die ein Leben lang bleiben.

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